Goldstickerei

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Goldstickerei gehört zu den nicht fadengebundenen Stickereien; sie zielt auf Fernwirkung. Verwendet wird ein Goldgespinst (Lahn), dessen textile Seele mit schmalen Streifen dünner Gold- oder Silberfolie umwickelt ist. Man unterscheidet vier Grundtechniken:

Aufheftarbeit

Der Goldfaden wird mit einem Überfangstich von einem anderen Faden umstochen und festgehalten.

Kantillenstickerei

Ein spiralförmiger Golddraht (Kantille) wird auf einen Arbeitsfaden aufgefädelt und auf den Untergrund aufgenäht.

Sprengarbeit

Der Goldfaden wird über eine Unterlage hin- und hergeführt und von einem Faden auf der Rückseite gehalten.

Stecharbeit

Der Goldfaden verläuft auf beiden Seiten des Gewebes, so dass das Motiv von beiden Seiten sichtbar wird.

Goldstickerei gehört nicht zu den eigentlichen Spitzen. Sie ist hier nur wegen ihrer Nähe zum Sticken aufgeführt.

Goldstickerei, Entwurf: unbekannt, Ausführung: Maria Kilian

Eine weitere Abbildung finden Sie hier.