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„Thérèse de Dillmont – Unsere Lehrerin“

Thérèse de Dillmont wurde als Theresa Maria Josefa von Dillmont am 10. Oktober 1846 in der Wiener Neustadt, Kaisertum Österreich geboren und verstarb am 22. Mai 1890 in Baden-Baden, Deutsches Reich. Sie war eine österreichische Handarbeitslehrerin und Autorin der „Enzyklopädie der weiblichen Handarbeiten“ und auch postum Namensgeberin für Produkte der elsässischen Garnfabrik Dollfus-Mieg & Compagnie in Mülhausen.

Thérèse besuchte die 1873 von Emilie Bach gegründete Stickereischule in Wien und schlug gegen den Widerstand in der Familie den unstandesgemäßen Beruf einer Handarbeitslehrerin ein. Bei der Weltausstellung Paris 1878 lernte sie den elsässischen Textilindustriellen Jean Dollfus-Mieg kennen und wurde von ihm 1884 als Handarbeitslehrerin in der Textilfabrik Dollfus-Mieg &Compagnie (DMC) in Dornbach bei Mülhausen angestellt.

Ab 1886 erschienen dort in einem Verlag, der ihren Namen trug, ihre „Enzyklopädie der weiblichen Handarbeiten“ sowie mehrere kleine Musterbücher.

Unter ihrem Namen wurden in mehreren europäischen Großstädten Handarbeitswarengeschäfte eröffnet: 1885 in Paris, 1886 in Berlin und 1887 in London. Das 1884 in Wien beim Stephansdom eröffnete Geschäft trug noch bis in die Nachkriegszeit den Namen Dillmont.

Sie heiratete 1889 in der Votivkirche in Wien den Kaufmann Josef Scheuermann, verstarb allerdings bereits 1890 während einer Kur in Baden-Baden. Ihre Nachfolgerin bei DMC wurde ihre Nichte, die sie aus einer Klosterschule in Brünn zu sich geholt hatte.

Thérèse wurde 1909 von Baden-Baden übergeführt und in der Familiengruft auf dem Wiener Neustädter Friedhof beigesetzt.

Wir freuen uns, dass bald wieder an jedem 2. und 4. Sonntag im Monat die Besuche im Museum mit Voranmeldung und begrenzter Personenzahl möglich sind.

Text: Sigrid Schüttler

Wettbewerbsarbeiten 2020 – Deutsche Spitzengilde e.V. zum Thema „Spirale“

„Karl-Mayer-Haus“, Obertshausen
Karl-Mayer-Straße 10
63179 Obertshausen

Die Öffnung des Museums ist unter Vorlage abgestimmter Hygienekonzepte möglich und setzt eine Voranmeldung der Besucher*innen voraus.