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Die Hollie Point ist eine flache Nadelspitze, die ohne Trassierung auf einem sehr feinen Grundstoff gearbeitet wird. Der Rand der Stickerei wird vom Faden nur mit unterstützenden Stichen berührt. Die Stiche der Hollie Point werden immer in einer Richtung ausgeführt; daher muss der Faden zum Ausgangspunkt zurückgeführt werden. Verschränkte, doppelte Knopflochstiche werden über diese Rückfaden gearbeitet. Ausgelassene Stiche bilden kleine Löcher für die Musterung; das Design wirkt geometrisch. Nach Beendigung der Arbeit wird der Grundstoff unter der Stickerei zerschnitten und zum Saum umgearbeitet. Da sie ursprünglich nur für kirchliche Zwecke verwendet wurde, enthält die Hollie Point viele religiöse Motive (Lamm, Lebensbaum, Lilie, Friedenstaube u.a.). Insgesamt wirkt sie eher kompakt.
Die Hollie Point wurde ab dem 17. Jahrhundert bis etwa 1820 ausschließlich in Großbritannien gearbeitet.
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Hollie Point, gearbeitet von Eva von der Bey
