Honiton Spitze

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Die Honiton Spitze ist eine Klöppelspitze mit geschnittenen Fäden von Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts aus der Gegend um Exeter/England; sie wurde arbeitsteilig gearbeitet.

Die Motive, häufig mit symbolischem Charakter (Rose für England, Distel für Schottland, Kleeblatt für Irland und Osterglocke für Wales, u.a.), sind meist in Leinenschlag gearbeitet, seltener in Halbschlag schattiert. Auf der rechten Seite werden gerollte Fadenbündel am Außenrand der Motive mitgeführt; diese dient der Konturierung und verleiht der Spitze ein leicht plastisches Aussehen. Auf der linken Seite werden die Fäden als Flechter zum nächsten Motiv weitergeleitet. Der Grund besteht aus unregelmäßigen Flechtern mit Picots, bei älteren Spitzen können die Motive auch durch Formenschläge oder Netzgrund miteinander verbunden sein. Ältere Honitonspitzen weisen viele unterschiedliche Füllungen auf.

Honitonmotive können auch auf Maschinentüll appliziert sein – siehe Applikationsspitzen.

Honiton Spitze

Honiton Spitze aus der Sammlung Deutsche Spitzengilde e.V. Inv.-Nr. 931

Eine weitere Abbildung finden Sie hier.