Wettbewerb 2015

aus den abgegebenen Beiträgen für den diesjährigen Wettbewerb wurden durch unsere Mitglieder die Gewinner ermittelt.

 

1. Preis

„Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen“

Johann Wolfgang GoetheWettbewerb Steine Annemarie Lehnert
Annemarie Lehnert
Technik: Nadelspitze
Format: je nach Bauweise
Material: Papierschnur, SteineWettbewerb Steine Annemarie Lehnert  Detail
Entstehungsjahr: 2014
Als ich diesen Spruch auf einem Kalenderblatt entdeckte, gefiel er mir für mein eigenes weiteres Leben und für das Thema Steine“.
Ein wohl sehr lebensbejahender Ausspruch, den es gilt zu beherzigen. Also dachte ich mir – mach Dir Deine eigenen Steine. Steine, die die Natur machte und ich mit einer leichten luftigen Spitze zu einem künstlerisch erzeugten Stein. Somit trage ich dem Sinn des Spruches Rechnung.
Die Steine sind einzeln und können jederzeit anders zusammengesetzt werden.

 

2. Preis

„1907-2014 MAUER(VER)FALL 1961-1989“

Wettbewerb Steine Gudrun BorckGudrun Borck
Technik: Nadelspitze
Material: Backsteine, Leinen-, Baumwollgarne
Format: 80 x 30 x 10 cm Größe kann durch Umstellung verändert werden
Entstehungsjahr: 2014/15
Steine haben die skurrilsten Formen und durch chemische Verbindungen und Einschlüsse die interessantesten Farben und Musterungen. Sie sind während der Entstehungsprozesse der Erde durch Vulkane und Naturkatastrophen als Gebirge gebildet worden. Wettbewerb Steine Gudrun Borck Detail
Der Backstein ist ein Stein, der von Menschenhand aus Ton geformt ist. Ton entsteht aus der Verwitterung von Steinen, ist also Stein in seiner feinsten Form. Man könnte folglich Backstein einen wiederhergestellten Stein nennen. Aber auch dieser Stein verwittert wieder, wie man an diesen ca. 100 Jahre alten Backsteinen erkennen kann. Es lassen sich an ihnen die Spuren des Wassers und die des Windes, der Hitze und der Kälte und sogar Spuren von Pflanzen ablesen. Die Spuren bilden wunderbare Strukturen, ja fast Zeichnungen. Gleichzeitig zeigen sie den Kreislauf des Lebens „Werden – Vergehen – Werden“ eine Symbiose der Unendlichkeit.
Menschen bauen Mauern mit diesen Steinen. Auch sie verfallen glücklicherweise wieder – MAUER(VER)FALL.

 

3. Preis

„Steinpyramide“

wettbewerb Steine Katharina Kern 2Katharina Kern
Technik: Klöppeln
Format: 9 x 18 x 25 cm
Material: Baumwolle, Kunstfaser
Entstehungsjahr: 2015
Vier in Größe und Farbe unterschiedliche „Spitzenkiesel“, getragen von ihrem natürlichen Vorbild, sind zu einer Pyramide geschichtet.
Die „Steine“ sind jeweils in einem Stück – also ohne Nähte – im Chaosgrund geklöppelt.

 

 

Publikumsliebling

„Steiniger Lebensweg“

Annemarie LehnertWettbewerb Steine Annemarie Lehnert 2
Technik: Klöppeln
Material: Leinengarn
Format: 30 x 70 cm
Entstehungsjahr: 2015
Jeder Mensch kommt mit verschiedenen Voraussetzungen auf die Welt. Hintergrundfamilie, Familie, Veranlagungen.
Der „rote“ Faden ist das, was einen Menschen von Anbeginn an ausmacht und den er für seinen Lebensweg benötigt.
„Steine“ können behindern, aber auch überwunden werden. An diesen überwundenen „Steinen“ wachsen wir letztendlich zu dem was wir sind.

 

Wir gratulieren den Gewinnerinnen und bedanken uns bei allen für die überwältigende Resonanz!

Im Folgenden alle weiteren Teilnehmerinnen in alphabetischer Reihenfolge:

„Steine und Spitzen“Wettbewerb Steine Hedi Birtel
Hedi Birtel
Technik: Richelieu, Hedebo, Cilaos, Stielstich
Material: Leinen, Vierfachgarn 25, Achat, Perlmuttscheiben
Format: 45 x 35 cm
Entstehungsjahr: 2015
Auf einem Flohmarkt fand ich Achatplatten, zwei Perlmuttscheiben und kleine runde Steine. Es folgten einige Entwürfe zum Thema „Steine“, bis schließlich ein Strauß entstand, der diese drei so verschiedenen Materialien miteinander verband, in einem ovalen Rahmen, den ich noch hatte.

 

Wettbewerb Steine Heike Breidenbroich„Landschaftsjaspis“
Heike Breidenbroich
Technik: Klöppeln
Das Thema „Steine“ fand ich spannend und begab mich auf die Suche nach einem tollen Motiv und wurde fündig.

 

 

 

Wettbewerb Steine Marina BujankovskajaFluorit in Rosen-Wolken“
Marina Bujankovskaja
Technik: Occhi
Material: Fluorit, Seide, Kräuselband, Swarowski-Perlen, Indianerperlen, Opal, japanische Beads silber
Frei formend habe ich Josefinenringe zusammengesetzt.
Zwei zueinander passende Farben haben mich fasziniert. Der grüne Fluoritstein wirkte als Kontrast bestens dazu. Später wurden Swarowski- und Indianerperlen zur Belebung der Seidenringe hinzugefügt. Einzelne Delica-Perlen in Silber haben die Arbeit abgeschlossen.
Der Anhänger wurde nach und nach im Laufe eines Monats angefertigt, bis ich mir selbst gesagt habe: „Jetzt bin ich zufrieden.“

 

Wettbewerb Steine Handarbeitsfrau.de (Gemeinschaftsarbeit)Der steinige Weg zu den Spitzen“

Handarbeitsfrau.de
Technik: Häkeln, Stricken, Sticken, Klöppeln
Material: Baumwollgarn, Leinengarn, Steine
Entstehungsjahr: 2015
Wir wollten möglichst viele Handarbeitstechniken in diesem Werk unterbringen.
Der Rand vom Häkelband wölbt sich immer ein bisschen hoch, so dass man den Eindruck hat, er besteht aus kleinen Steinchen.
Bei der Klöppelspitze war die Idee, dass der Halbschlag und Wilde Grund die Schwere des Steines mildern soll.
Bei der Farbgestaltung haben wir uns an den Farben von Kieselsteinen orientiert.
Die Klöppelspitze: Entwurf von Renate Kunze
Die Strickspitze wurde von Beate Weber-Rauch gestrickt. Die Anleitung stammt aus dem Buch „The Magic of Shetland Lace Knitting“.
Die Häkelspitze mit Kreuzstich ist eine Zusammenarbeit von Tanja Osswald und Marlies Richmond-Ramm.
Leiste und Fertigstellung: Judith Schöwe

Dieser Beitrag stand nur zur Wahl des Publikumslieblings.

 

Wettbewerb Steine Renate Hilzinger„Steine im ausgetrockneten Flussbett“
Renate Hilziger
Technik: Klöppeln
Material: Baumwolle, Leinengarn, Effektgarn
Format: 62 x 26 cm
Entstehungsjahr: 2014
Im Herbst 2011 hatte es fast zwei Monate lang nicht mehr geregnet und die Flussschifffahrt kam fast zum Erliegen. Das bewegte uns zu einer Wanderung im ausgetrockneten Flussbett des Rheins am Mäuseturm bei Bingen. Bei klarem Herbstwetter lief ich auf den lehmigen sehr sandigen Stellen des Flussbetts und an kleinen Rinnsalen und Steinen vorbei. Bei eintretender Dämmerung hoben sich die Steine dunkel vom Untergrund ab und wirkten wie kleine Barrieren im welligen Untergrund.
Gesamttitel: „Das ausgetrocknete Flussbett des Rheins am Mäuseturm bei Bingen bei klarem Herbstwetter am Spätnachmittag des 28. November 2011“

 

Olga Ieromina Wettbewerb dt. Spitzengilde„Fossilien – Ammoniten“
Olga Ieromina
Technik: Russische Spitze
Material: Leinengarn, Mouliné
Format: 18 x 24 cm
Entstehungsjahr: 2015
Bei der Überlegung des Zusammenhangs zwischen Spitze und Stein, stieß ich auf ein Bild von den Ammoniten aus Marmor.
Ich war besonders fasziniert von der Form der Versteinerung – eine Spirale, die durch präzise geometrische Regeln entstanden sind.
In meiner Arbeit habe ich versucht, eine elegante Form von der Natur zu zeigen, die trotz ihrer Fragilität durch Millionen Jahre erhalten blieb, weil sie ein Stein wurde.

 

Wettbewerb Steine Inge Kani„Eine Salz-Stein-Lampe“
Inge Kani
Technik: Klöppeln im Wilden Grund
Material: Ägyptische Baumwolle, Nähgarn
Format: 18 cm
Entstehungsjahr: 2015
Im Winter ist es immer so dunkel, so dass eine Salz-Stein-Lampe uns das Leben zu dieser Zeit erhellt. Der Salzstein zeigt im Licht die Farben der verschiedenen Steine und die unterschiedliche Struktur der geklöppelten Hülle.

 

wettbewerb Steine Ilse Karlbauer„Vogel auf dem Felsgestein“
Ilse Karlbauer
Technik: Nadelspitze
Material: Baumwolle
Format: 35 x 24 cm
Entstehungsjahr: 2015
Die Arbeitszeit betrug ca. 130 Stunden.
Die Nadelspitze, in meiner Heimat Gossengrün (jetzt CZ) „Blumen nähen“ genannt, wurde im 18. Jh. Aus Belgien ins damalige Böhmen durch belgische Näherinnen gelehrt. Die Spitzenindustrie (Heimarbeit) von Gossengrün wurde bereits 1822 von Goethe erwähnt.
Eine Großmutter mütterlicherseits besuchte von 1901-1902 einen Spitzenkurs in Wien. Meine Mutter (1914 in Gossengrün geboren) lehrte mich die Technik der Nadelspitze vor ca. 15 Jahren.

 

Wettbewerb Steine Katharina Kern„Rheinkiesel“
Katharina Kern
Technik: Klöppeln
Format: 15 x 24 x 2 cm
Material: Leinen, Baumwolle, Kunstfaser
Entstehungsjahr: 2014
Die verschiedenen Steine sind in einem Sandbett eingelagert und vom zurückfließenden Rheinwasser freigelegt worden.
Kieselsteine in ihren unterschiedlichsten Farben haben mich schon immer fasziniert.
Die kristallinen Strukturen, perfekt abgeschliffen zu „handschmeichelnden“ Formen in Spitze umzusetzen, war eine interessante Herausforderung.

 

Wettbewerb Steine Gisela Klamann„Ein Herz aus Stein“
Gisela Klamann
Technik: Klöppeln
Material: Leinengarn, Draht, Naturstein
Entstehungsjahr: 2015
Immer wenn ich am Strand spazieren gehe, bin ich auch auf der Suche nach tollen Muscheln, Steine, Strandgut und da fällt einem auch schon mal ein „Herz aus Stein“ in die Hände.

 

 

„Dreifachwandlung“Wettbewerb Steine  Gisela Klamann
Gisela Klamann
Technik: Häkelspitze
Material: Baumwollgarn, Ziegelstein
Entstehungsjahr: 2015
In unseren Seen liegen oft reingeworfene Dinge oder entsorgter Müll. Aus manchem macht das Wasser wieder einen Rohstoff. Es war mal Ton, wurde ein Ziegelstein und vom Wasser wieder naturnah verwandelt.

Gisela Klamann Wettbewerb dt. Spitzengilde„Feuersteine“
Gisela Klamann
Technik: Klöppeln
Material: Leinengarne, Draht, Natursteine
Format: 13 x 11 x 20 cm
Entstehungsjahr: 2015
Der Feuerstein selbst wird ja zum Entzünden genutzt und hier speit der Drache Feuer.

 

 

„Strandgut“Wettbewerb Steine Ursula Kurzrock
Ursula Kurzrock
Technik: Nadelspitze
Material: Baumwolle-, Bouclé, Metallgarne, Muscheln
Format: 5 x 5  x 2 cm
Entstehungsjahr: 2007
Bei Spaziergängen am Strand gab es viel zu beobachten u.a. auch mit Ablagerungen aus dem Meer verschiedene „Steine“. Da wuchs die Idee, dies textil zu gestalten, aber auch dem Stein auf dem sich die Ablagerungen absetzen, sichtbar zu lassen.
wettbewerb Steine Ursula Kurzrock„Überwucherungen“
Ursula Kurzrock
Technik: Freies Sticken, Stumpwork bzw. Nadelspitze
Material: Stretchstoff, Woll-, Baumwollgarne, Tyvek
Format: 7 x 5,5 x 2 cm
Entstehungsjahr: 2008
Auf Spaziergängen in Wäldern gibt es viele schöne Verwachsungen und Überwucherungen von abgefallenen Ästen und Felsen zu beobachten. Das gab den Anreiz dies textil zu gestalten. Im Gegensatz zum „Strandgut“ wollte ich den Stein ganz „überwuchern“ lassen. Man ahnt nur am Gewicht was enthalten sein könnte.

 

Wettbewerb Steine Elke Labrenz„Meditation“
Elka Labrenz
Technik: Klöppeln
Material: Seide, metallisiertes Garn
Entstehungsjahr: 2014
Klöppeln ist für mich Meditation.
Bei dem Thema „Steine“ hatte ich sofort das Bild mit den Meditationssteinen vor Augen.

 

 

 

Theresia Lamprecht Wettbewerb 2015 Dt. Spitzengilde„Spitzenstein – Steinspitze“
Theresia Lamprecht
Technik: Stricken, Sprangen, Mischtechniken
Material: Baumwollgarn
Entstehungsjahr: 2015
Experimentelles Arbeiten ist faszinierend, z. B. Sprangen mit Stricken zu kombinieren! Auch Steine sind faszinierend, z.B. als Deko im Garten und sind vielschichtig, mit Einschlüssen…zeigen sich ruTheresia Lamprecht Wettbewerb 2015 Dt. Spitzengildend oder spitz!
Die Steine (Handarbeitstechniken) verändern sich, z.B. überwachsen mit Algen/Moos (Experimente/Materialauswahl)!

 

 

 

 

„Funkeln in der Nacht“Wettbewerb Steine  Lyubov Letiy eig2
Lyubov Letiy
Technik: ANKARS basierend auf Occhi
Material: Labradorit, Onyx, Lavsan
Entstehungsjahr: 2014
Labradoreszenz, das geheimnisvolle Farbspiel, welches mich dazu animierte meine zwei Werke ganz dem Labradorit zu widmen, dem unscheinbaren Grauen, der stets im richtigen Moment seinen prächtigen Glanz entfaltet und alle Blicke auf sich zieht. In der Kombination mit der facettenreichen Technik ANKARS bildet es durch den Halt und die tollen Eigenschaften des Lavsans eine kleine Kostbarkeit, an der man sich ein Leben lang erfreuen kann.

Wettbewerb Steine  Lyubov Letiy eig„Spiel der Farben in Silber“
Lyubov Letiy
Technik: ANKARS basierend auf Occhi
Material: Labradorit, Lurex, Lavsan
Entstehungsjahr: 2015

 

 

 

 

„Festgewachsen – Sternenmoos und Efeuranken“
Ute Lilei-DornWettbewerb Steine Ute Lilei-Dorn

Technik: Klöppelarbeit auf gefilztem Stein
Material: Leonische Fäden, Kupferdraht, Seidengarn, Wolle
Format: 4 x 10 cm
Entstehungsjahr: 2015
Das Thema „Steine“ hat mich fasziniert, weil es mir die Möglichkeit eröffnet hat, verschiedene Techniken miteinander zu verbinden. Vorgestellt habe ich mir einen Stein, der von Efeu und Moos bewachsen, versteckt zwischen Laub und Zweigen, darauf wartet entdeckt und aufgehoben zu werden. Der Stein selber ist gefilzt. Die silbernen Sternchen sind aus Leonischen Fäden und Seidengarn direkt eingeklöppelt. Die Efeuranken sind aus Kupferdraht und Seidengarn. Sie sind komplett als Röhre gearbeitet und haben daher keine später geschlossene Naht. Ich klöpple die meisten meiner Objekte sofort dreidimensional, um ein fließendes und harmonisches Erscheinungsbild zu erreichen.
Ich klöpple meine Drahtobjekte, da diese Technik mir jede Formgestaltung ermöglicht.

 

Wettbewerb Steine Christine Ober„Steingarten“
Christine Ober
Technik: Irische Häkelspitze
Material: Filzplatte, Dekosteine, Baumwollgarn
Größe: 20 x 20 cm
Entstehungsjahr: 2014/15
Steingarten war eine spontane Assoziation zum Thema „Steine“. Daraufhin habe ich nach Materialien und einer geeigneten Technik gesucht, um die Idee in Spitze umzusetzen. Die irische Häkelspitze erschien mir aus zwei verschiedenen Gründen gut geeignet: Blumenmotive sind in dieser Technik sehr beliebt und die Verbindungsstege lassen sich auf unebenem Gelände zur Befestigung benutzen. So spannt sich nun ein Netz aus Pflanzenelementen über eine Fläche aus Dekosteinen, die ich auf einer Filzplatte ausgelegt habe.

 

Wettbewerb Steine Petra Peter„Stein im Brett“
Petra Peter
Technik: Klöppeln
Material: Taschentuchhäkelgarn, Baumwollgarn
Format: 26 x 15 x 0,5 cm
Entstehungsjahr: 2014/15
Bei jemandem einen Stein im Brett haben = bei jemandem gut angesehen sein.
Diese Redewendung inspirierte mich zu meiner Klöppelarbeit „Stein im Brett“. Ich habe die Redewendung allerdings wortwörtlich genommen. Mit den Möglichkeiten des Klöppelns, der Wahl des Materials und verschiedener Schläge, habe ich die Beschaffenheit von Stein und Holz nachempfunden. Den „Stein“ habe ich halbplastisch und hauptsächlich in Leinenschlag mit schwarz-weißem Garn gearbeitet. So erhielt ich eine relativ glatte Oberfläche. Beim „Brett“ arbeitete ich mit beige, ockerfarbenen Garn und am „Brettrand“ mit verschiedenen Brauntönen. Zum Einsatz kamen Leinen-, Halb- und Ganzschlag und Wilder Grund. Unregelmäßigkeiten, wie auch in der Natur, sind gewollt.

 

Foto: 512 oder 4153

„Göttin Ostara wäscht die Steine im Frühlingswasser“
Sabine Reichert-Kassube
Technik: Nunofilz, Spitzenfilz
Material: Merinowolle, Seidenstoffe, Seidenfasern, Mineralien, Glassteine
Format: 150 x 50 cm
Entstehungsjahr: 2015
Steine haben eine ganz natürliche Kraft. Sie überdauern große Zeiträume und können deshalb besonders viel Kraft speichern.
Im Zusammenspiel mit dem Wasser erhöht sich die Kraft durch eine wunderbare Wechselwirkung. Das Wasser wäscht und formt die Steine und die Steine beleben und reinigen das Wasser.
Über Jahre hinweg habe ich Steine gesammelt, besonders Mineralien, die nur eingefilzt in ein Krafttuch ihre heilende und schützende Wirkung entfalten können.
In der Mitte des Tuches der Lauf eines Baches, kühl und tief, die Steine ruhen am Ufer, nach außen lichtet sich das Schilf in zarte Blättchen und Halme mit frischen Frühlingstrieben.

Dieser Beitrag stand nur zur Wahl des Publikumslieblings.

 

Wettbewerb Steine Sabine Reichert-Kassube„Der Clan der Großmütter und Jungfrauen“
Sabine Reichert-Kassube
Technik: Hohlfilz, Spitzenfilz
Material: Ostfriesische Milchschafwolle, Bergschafwolle, Merinowolle, Seidenfasern, Garne
Format: 40 x 60 x 20 cm
Entstehungsjahr: 2015
Das Schwitzhüttenritual ist eine Reinigung für Körper, Geist und Seele.
Im Schamanismus stehen die Steine symbolisch für unsere Ahnen.
In der Mitte der Schwitzhütte, dem Bauch von Mutter Erde, liegen die glühenden Steine, unsere Großmütter. Sie sind aufgeladen mit Wärme, Kraft und Weisheit und schenken diese Gaben den Jungfrauen, die sich um die Großmütter herum versammelt haben. Jede Großmutter wird liebevoll mit feinstem Räucherwerk begrüßt und bedankt sich mit leuchtenden Kristallen.
Die Jungfrauen sind schwesterlich verbunden und empfangen mit offenen Armen die liebe ihrer Großmütter.
In dieser Arbeit prallen Gegensätze aufeinander, die kompakten Steine, umhüllt von den zarten Spitzenkristallen und den Blüten anmutenden Jungfrauen.

Dieser Beitrag stand nur zur Wahl des Publikumslieblings.

 

Elke Rolfs Wettbewerb dt. Spitzengilde Heini„Heini ist doof“
Elke Rohlfs
Technik: Nadelocchi
Material: „Finca“ Perlgarn 12
Format: 56 x 28 cm
Entstehungsjahr: 2014
Auf der Rückfahrt von Blomberg kamen mir wohl 20 Begriffe zu dem Thema „Steine“ in den Sinn, aber ich musste mich für zwei Arbeiten entscheiden.
Nadelocchi ist die einfachere Art, schöne Occhiarbeiten herzustellen, da es leicht zu erlernen ist.

Elke Rolfs Wettbewerb dt. Spitzengilde Stein„Willy, der kleine Steinkauz“
Elke Rohlfs
Technik: Nadelocchi
Material: „Finca“ Perlgarn 12
Format: 18 x 20 cm
Auch die Idee für Willy entstand auf der Rückfahrt von Blomberg. In einem Buch fand ich dann die Abbildung eines Steinkauzes, ein paar Steine und Astgabeln waren auch schnell gefunden und ich konnte loslegen.

 

 

Wettbewerb Steine Karin Sandring-Haag„eingesponnen“
Karin Sandring-Haag
Technik: Weben, Webhäkeln, Häkeln, Klöppeln, Nadelspitze, Occhi, Netzen
Material: Handgesponnene Garne, Metallicfäden, Wolle, Seide, Leinen, Baumwolle, Hanf, Polyester
Format: 60 x 40 cm
Entstehungsjahr: 2015
Von einem alten Acrylbild von mir, das mir nicht mehr gefiel, riss ich die Leinwand an, ließ aber die Befestigungsklammern im Holz. Diese waren der Auslöser zu der Idee, zwischen ihnen Fäden zu spannen. So kam ich über die Anwendung der verschiedenen Handarbeitstechniken zu diesem Bild. Als Hintergrund wählte ich einen Ausschnitt eines alten Posterbildes des Malers Kurt Schwitters. Den Rahmen bemalte ich mit Acrylfarbe.

 

Wettbewerb Steine Regina Schößler„An die Kette gelegt“
Regina Schößler
Technik: Klöppeln
Material: Baumwolle, Stein vom Weg
Entstehungsjahr: 2008
2008 interessierten mich Steine, die achtlos am Wegesrand lagen und ansprechend aussahen. Ich wollte sie mit Klöppelspitze schmücken. Mein Klöppelmaterial und der spätere Verwendungszweck richteten sich nach dem gefundenen Stein. In diesem Fall habe ich mit blauem Baumwollgarn gearbeitet, weil in dem Stein graublaue Farbe sichtbar ist. Das Ergebnis ist eine Kette.

 

 

wettbewerb Steine Regina Schößler„Fundstücke auf einer Wiese“
Regina Schößler
Technik: Klöppeln
Material: Strukturgarn, Edelstahldraht, Edelsteine
Format: 30 x 70 cm
Entstehungsjahr: 2010-2015
Mich reizte eine Wiese aus Strukturgarn zu arbeiten. Danach nahm ich an einem Kursus „Papierschöpfen“ teil. Hier entstand der Grund meiner Wiese. Später arbeitete ich die Metallkreise, alle anderen Klöppelarbeiten mit Edelsteinen und Fundsteinen ein, sa dass für mich eine interessante Arbeit – Fundstücke auf einer Wiese – entstand.

 

Wettbewerb Steine Willy van der Stoep-van Vugt„Borniet Bowl“
Willy van der Stoep-van Vugt
Technik: Kloskant en verharde, draden/vezels
Material: Madeira Metalic No 40, draden, Textilverharder
Größe: 3-D, 26 x 10,5 cm
Entstehungsjahr: 2014/15
Een souvenir uit Canada, een brookje „Borniet“, ook wel „Pauensteen“ genoemd, was myn inspiratie om aan deze wedstryd deel te nemen.
De prachtige kleuren vond ik terug in het garen van Madeira Metalic, die ik voor de „Chaosgrund“ gebruikte voor de buitenkant van de kom.
Acrylverb heb ik voor bepaalde delen gebruikt aan de binnenkant van de kom en het geheel met textielverharder samengevoegd.

Deutsche Übersetzung:
wettbewerb Steine Willy van der Stoep-van Vugt„Borniet Bowl“
Ein Souvenir aus Kanada, ein Stück „Bornit“ auch „Pfauenstein“ genannt, war meine Inspiration, um an diesem Wettbewerb teilzunehmen.
Die prächtigen Farben fand ich im Madeira-Metallicgarn, die ich für den „Chaosgrund der Außenseite der Schüssel verwandte. Acrylfarben nutzte ich für bestimmte Teile der Innenseite der Schüssel. Das Ganze habe ich mit Textilkleber zusammengefügt.

 

Wettbewerb Steine Anne Urban„Und den Atlantik höre ich immer noch“
Anne Urban
Technik: Nadelspitze
Material: Papiergarn
Format: Drei Steine oval
Entstehungsjahr: 2015
Bei einem Frankreichurlaub am Atlantik fand ich wunderbare, vom Meer ausgewaschene, durchlöcherte Steine.
Sie dienten als Inspiration und sind Erinnerung an wunderbare Sommerferien.

 

Wettbewerb Steine Andrea Wagner„A violet by a money stone“
Andrea Wagner
Technik: Stumpwork, Stickerei
Material: Wolle, Seide, Baumwolle, Glasperlen, Stahldraht, Stein
Format: 13 x 10 x 6 cm
Entstehungsjahr: 2015
Ausgangspunkt für diese Arbeit war ein Gedicht von William Wordsworth.
Da mich Veilchen schon als Kind immer sehr bezaubert haben, sie gehören zu den ersten Blüten, die man nach dem Winter, an unscheinbarsten Orten entdecken kann, konnte ich die Stimmung des Gedichts sehr gut nachvollziehen. Moosige Steine haben auf mich auch schon immer ganz magisch gewirkt, denn man weiß nie, was man entdeckt, wenn man sie umdreht, meist „krabbelt“ es so schön darunter und es ist ein Blick in eine verborgene Welt. Diese Gefühle wollte ich gerne sichtbar gestalten, auch unter meinem Stein gibt es noch etwas zu entdecken!