Wettbewerb 2014 „Rose“

Wettbewerb 2014 „Rose“
aus den abgegebenen Beiträgen für den diesjährigen Wettbewerb wurden durch unsere Mitglieder die Gewinner ermittelt.

1. Preis und Publikumsliebling:
„Bevor der Prinz kam“
von Inken Koehler
Technik: Lierer Spitze, Haute Couture Stickerei
Material: Tüll, Baumwolllgarn, Seidenorganza, Perlen, Pailletten, Silberfaden, Seidenband
Größe: A3
Entstehungsjahr: 2013

DWettbewerb 2014 Deutsche Spitzengilde Bevor der Prinz kamornröschen ist schon seit Kindheitstagen mein Lieblingsmärchen. Die Lierer Spitze kenne ich aus einem Aufenthalt in Lumeville, Frankreich. Kurse hierzu habe ich leider noch nicht besucht, sondern Bücher gelesen und ausprobiert. Da es sich um dasselbe Handwerkszeug wie bei meiner Haute Couture Stickerei handelt (Crochet de Lumeville) ist mir der Wechsel leicht gefallen. Der aufgespannte Tüll wir mit dem Haken (Cochet) bestickt und die Maschen zusammen gezogen. So entstehen die Gründe, die ich hier als Füllung der Dornranken benutzt habe. Das Schloss im Hintergrund ist in verschiedenen Haute Couture Technik gearbeitet.

2.Preis:
 „Jugendstilrosen“
von Katharina Kern
Technik: Klöppeln
Format: 22 cm x 16 cm
Material: Seide
Entstehungsjahr: 2013

Wettbewerb-2014-Deutsche-Spitzengilde-Jugendstilrosen

Die stilisierten Rosen des Jugendstils haben mich immer fasziniert.
Ich habe versucht die strenge, eher weiche Lebendigkeit in Klöppelspitze umzusetzen.

 

 

 

 

3. Preis:
„Rosen haben Dornen“
von Marie-Luise Prinzhorn
Technik: Klöppelspitze, Torchon, Bändchenspitze
Material: Leinen
Entstehungsjahr: 2013

Wettbewerb 2014 Deutsche Spitzengilde Rosen haben DornenEine stilisierte Rose als Mittelpunkt mit einem schlichten Grundmuster umgeben, war die Grundidee. Die Endfäden sollen in Formschlägen sicher verwahrt werden und ein Akzent darstellen. Diese Formschläge sind die Dornen. Bewusst habe ich für das Grundmuster die Farbe schwarz gewählt, damit die Rosenblüte in changierendem Rot, von hell bis dunkel, gut zur Geltung kommt.

 

 

Hier die weiteren Wettbewerbsbeiträge in alphabetischer Reihenfolge:

„Neues Blühen auf totem Baum“                                                               
von  Hedi Birtel
Technik: Richelieu, Hedebo, Plattstich, Cilaos, Teneriffa
Material: Altes Leinen, Twist, Vierfachgarn Nr. 35
Format: 40 cm x 50 cm
Entstehungsjahr: 2013

Wettbewerb 2014 Deutsche Spitzengilde Neues Blühen auf totem BaumIn unserem Garten steht ein toter Apfelbaum. Wir haben ihm vor einigen Jahren mit einer Kletterrose (Ramplerrose) bepflanzt. Sie windet sich bis zur Spitze des Baumes hoch und hat dieses Jahr besonders reich geblüht. Diese Kletterrose war mir Inspiration zu meinem Stickbild „Rose“.

 

 

 

 

„Schneeweißchen und Rosenrot“
von Mariana Brankina
Technik: Bulgarische Nadelspitze „Kene“
Material:   Moor Sonderzwirne (Haspelseide, Schappeseide 120/3), DMC Cotton Crochet 60, Nylonfaden 0,15 mm, Draht 0,5 mm
Größe: Länge 25
Entstehungsjahr: 2013

Wettbewerb 2014 Deutsche Spitzengilde Schneeweißchen und RosenrotDie bulgarische Nadelspitze „Kene“, die eine Art der mediterranen oder armenischen Nadelspitze ist, besteht aus einzelnen, unterschiedlich aussehenden horizontalen vertikalen oder runden Reihen. Jede Reihe besteht aus vielfältigen Figuren (von einfacheren Motiven und Rosetten in verschiedenen Varianten bis zu ganzen Kompositionen aus komplizierten geometrischen Formen, stilisierten Blumen, Tieren und sogar menschlichen Figuren), die aus verschiedenen rundlichen, drei- oder viereckigen Schlaufen angefertigt werden. Interessant ist, dass die riesige Vielfalt an Figuren, bzw. Schlaufen durch einen einzigen Grundknoten erreicht wird, Schlingstich geknüpft. So entsteht eine knotenähnliche Verdickung. Je größer der Abstand der Stiche ist und je weniger der Faden um die Nadel gewickelt wird, desto offener ist die Textur der Spitze. Je feiner der Faden ist, desto zarter und luftiger sieht das Werk aus. In der Vergangenheit (18.-19. Jahrhundert) nähten die Spitzenmacherinnen aus den Zentralregionen Bulgariens (Koprivstica, Plovdiv) Pferdehaare an, die die einzelnen Spitzenfiguren steif machten und/oder aufrecht hielten. Mangels Pferdehaaren habe ich Nylonfaden in meinen Rosenblüten und Draht in den grünen Blättern meiner Wettbewerbsarbeit angenäht. Die bulgarische Nadelspitze „Kene“ ist eine der vom Arbeitsaufwand her anspruchsvollsten Spitzen, deren Herstellung gute Augen, viel Licht, eine ruhige Hand und vor allem viel Geduld, Leidenschaft und Geschick erfordert. Der künstlerische Wert besteht darin, dass es nicht auf einer im Voraus auf Papier gezeichneten Schablone, sonder direkt zwischen den Fingern, frei aus der Phantasie genäht wird. Aus dem Nichts entsteht mit einer gewöhnlichen Nähnadel und einem Baumwoll-, Leinen- oder Seidenfaden etwas Zartes, Wunderschönes, Spezielles. Diese Art von Handarbeit lässt sich mit dem maschinell produzierten Spitzen nie verwechseln.
„Weiße Rose – Ende und Anfang“
von Ivanka Glas
Technik:  Nadelspitze, Konturen Klosterstich
Material: Baumwolle-Sticktwist
Größe: 23 cm x 23 cm
Entstehungsjahr: 2014

Wettbewerb 2014 Deutsche Spitzengilde Weiße Rose-Ende und AnfangIch behandelte vor 2 Jahren eine Klientin, die seit Jahren psychisch krank war und sich u.a. sehr wertlos fühlte. Als ich meine Hände auf ihre Herzchakra legte, sah ich eine strahlend weiße Rose. Ich wusste, dass eine weiße Rose ein Symbol für Tod oder Ende, aber auch für Neuanfang ist. Nach weiteren 2 Behandlungen war die Klientin wie ausgewechselt. Sie fing an sich von Altem zu trennen und begann ein neues Leben. Dieses Erlebnis hat sich bei mir eingeprägt, mein Wunsch war dann sofort eine weiße Rose in Nadelspitze zu arbeiten.

„Rosengrund“
von Theresia Lamprecht
Technik: Klöppeln, Häkeln
Material: Baumwolle
Entstehungsjahr: 2013/14

Wettbewerb 20Wettbewerb-2014-Deutsche-Spitzengilde-Rosengrund
 

 

 

 

 

„Blühende Rose“
von Edith Roesti
Technik: Occhi und Häkeln
Material: Selbstgefärbtes Perlgarn
Größe: 17 cm x 8 cm x 3 cm
Entstehungsjahr: 2013

Wettbewerb 2014 Deutsche Spitzengilde Blühende RoseIch habe vor einpaar Jahren aus Occhi-Ösenringen einzelne Blütenblätter geknüpft und umhäkelt. Ich wollte daraus eine Blume machen, aber es gab nichts richtiges, und ich legte es weg. Als ich die Ausschreibung: “Rose“ las, wusste ich sofort, dass ich mit solchen Blütenblättern eine Rose zusammenfügen kann.

 

 

 
„ Die Rose“
von  Dorothée Schmitt
Technik: Klöppeln
Material: Leinengarn
Größe: 30 cm x 40 cm
Entstehungsjahr: 2014

Wettbewerb 2014 Deutsche Spitzengilde Die RoseVon der kleinen Heckenrose, über die Teerose bis zur schönsten Baccararose; einzeln, buschig, mit Dornen oder ohne, in unzähligen Farben gibt es die Rose in der Natur.
Ich wollte eine kleine Farbauswahl darstellen.

 

 

 

 
„Portrait einer Rose“
von Galina Tihonova
Technik: Klöppeln
Material: Seide, Metallgarn, Polyester
Format: 17 cm x 13 cm
Entstehungsjahr: 2013

Wettbewerb 2014 Deutsche Spitzengilde Portrait einer RoseIch mache ein Projekt für ein Brautkleid und will als Applikationen Rosen machen, deswegen entwerfe ich verschiedene Rosen, die ich danach Klöppeln werde und aufs Kleid nähen.